An- & Verkauf von stiller Software

Hilft Ihnen mehr Liquidität und Cash-Flow?

gebrauchte Lizenzen von Microsoft und SAP


stille Software von Microsoft oder SAP

Was ist stille Software?


Unter "stiller Software" versteht man Softwareprodukte bzw. Lizenzen, die mindestens einmal an einen Anwender verkauft worden sind, in der Bilanz bereits abgeschrieben sind und nicht mehr aktiv eingesetzt werden. Die Software stammt aus Unternehmen, die vorwiegend aufgrund von Fusionen, Systemumstellungen oder Insolvenzen ihren Bestand verkaufen möchten, meist SAP ERP und Microsoft Office Lizenzpakete. Dies kann z.B. eine Firma sein, die aufgrund von Umstrukturierungen zu viel Software erworben hat und diese nun verkaufen möchte.

Sollten Sie sich für den Kauf gebrauchter Software interessieren, oder in Ihrem Unternehmen ungenutzte Software überschüssig haben, dem Kauf/Verkauf aber noch skeptisch gegenüber stehen, können Sie sich unter der Telefonnummer: +49 (0)2406 98 96 290 umfangreich über die Kauf- und Verkaufsabwicklungen informieren.

Der Geschäftsführer Axel Susen und sein Team werden Antworten für Sie finden.
susensoftware GmbH >>

Aktuelles zu stiller Software

gebrauchte Software von Microsoft und SAP


09.05.2019

Interview mit Frank Bogolowski aus 2014

Frank Bogolowski ist IT-Consultant, der Firmen im Projektmanagement unter anderem bei SAP-Installationen unterstützt. Im Interview spricht er darüber, wie SAP vor einigen Jahren verhinderte, dass sein ehemaliger Arbeitgeber seine SAP-Lizenzen gebraucht weiter verkaufte.

Herr Bogolowski, Sie versuchten schon im Jahr 2008, gebrauchte SAP-Lizenzen weiter zu verkaufen, obwohl das damals noch kaum ein Thema war. Wie kam es dazu?

Ich war damals IT-Leiter bei der Kampa-AG, die in die geordnete Insolvenz ging. Unter dem damaligen Insolvenzverwalter lief der Betrieb noch rund zwei Jahre weiter, während der wir versuchten, alle ungenutzten Vermögenswerte der Firma zu Geld zu machen - so auch die nicht mehr benötigten Software-Lizenzen. Das hat bei vielen verschiedenen Programmen wunderbar funktioniert - nur SAP hat uns bei seinen Produkten schlussendlich einen Strich durch die Rechnung gezogen.

Was hat SAP denn anders gemacht als andere Software-Anbieter?

SAP erfährt es so gut wie immer schon lange vor dem Kauf, wenn jemand neue Lizenzen erwerben möchte, weil der potenzielle Käufer sich nach Preisen erkundigt. So war das auch in unserem Fall. Zuerst meldete sich SAP beim IT-Leiter des potenziellen Käufers und riet ihm von der Transaktion ab. Als das nicht gefruchtet hat, wurde plötzlich am IT-Leiter vorbei das obere Management kontaktiert. Dieses war mit dem Vorgang natürlich gar nicht im Detail vertraut und hat sich erst einmal erschrocken.

Also hat das Management sich schließlich dagegen entschieden, um einen Konflikt zu vermeiden?

Zunächst nicht. Als der Käufer trotzdem noch mit uns den Erwerb einleiten wollte, hat SAP zunächst abgelehnt, die Software zu warten. Also haben wir uns auf die Suche nach einem Drittanbieter für die Wartung gemacht. Es ging noch einige Male hin und her, irgendwann war auch die Rede von rechtlichen Schritten wegen Verletzung der AGB. Hätte unsere Firma keinen Insolvenzverwalter gehabt, hätte sich unsere   Geschäftleitung so gut wie jeder andere Manager wahrscheinlich schon längst abschrecken lassen.

Hat der Verkauf dann schließlich stattgefunden?

Nein. Als alles Taktieren nichts mehr half und wir den Verkauf trotzdem abwickeln wollten, bekam der Käufer plötzlich ein sehr günstiges Angebot von SAP, wo er neue Lizenzen mehr oder weniger zum Gebrauchtpreisniveau bekam und dazu noch einen deutlichen Rabatt auf die Wartung. Da hat er verständlicherweise zugegriffen und wir waren aus dem Spiel.

Warum ist es SAP überhaupt so ein Dorn im Auge, wenn Lizenzen gebraucht weiter verkauft werden?

So ganz verstehe ich das auch nicht. Natürlich macht SAP sich wohl Sorgen, dass das Neugeschäft einbrechen könnte. Auf der anderen Seite würde es sehr wahrscheinlich helfen, auch im noch nicht besetzten Mittelstandsegment Fuß zu fassen. Potentielle Kunden, auch mit Gebrauchtlizenz, werden ihre Wartung großteils bei SAP in Auftrag geben. Letztlich ist für ein Unternehmen die Gesamtinvestition ausschlaggebend, also die Summe aus Kauf, Einführungsaufwand und fortlaufender Wartung.   Dieser sehr individuelle Invest kann nur durch den erwarteten Nutzen gegengerechnet werden. Mit gebrauchten Lizenzen bestände die Möglichkeit, auch für SAP, sich besser im Wettbewerb zu positionieren. Ich glaube, als AG steht die Firma einfach auch unter großem Druck, ein hohes Neugeschäft auszuweisen. Wäre dieser Druck nicht da, dann wäre die Kundenpolitik wahrscheinlich auch freundlicher.

Das Urteil vor dem Landgericht Hamburg, nach dem nun Teile der SAP-AGB gestrichen werden können, dürfte es aber doch für SAP schwieriger machen, weiterhin so viel Druck aufzubauen.

Das fällt in eine Zeit, in der sich die Unternehmen ohnehin vom Konzern emanzipieren. Den Verantwortlichen wird klar, dass sie nicht einfach jede Änderung oder pauschale Preiserhöhung bei der Wartung ohne erkennbaren Mehrwert klaglos hinnehmen müssen. Das mag noch vor ein paar Jahren die absolute Ausnahme gewesen sein, aber auch Kunden sind organisiert, etwa in der DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V.) Da passt es gut, dass zusätzlich auch vor Gericht die Kundenpolitik von SAP kritisiert wird. Es wird dabei helfen, die Veränderungen in der Branche schneller in die Praxis umzusetzen.

Wir werden also in Zukunft mehr Handel mit gebrauchten Lizenzen sehen?

Ich möchte noch einmal klarstellen, dass ich hier nicht die Produkteigenschaften der Software in Frage stelle, die ja durchaus ihre Berechtigung haben und einen Nutzen darstellen. Es geht doch um die sehr einengen Geschäftsbedingungen. Gerade mittelständisch orientierten Unternehmen fällt damit die flexible Reaktion auf ein geändertes Umfeld schwer. Es gibt eben die typische Einbahnstraßen-Situation:   Lizenzen kann ich nur zukaufen, aber nicht mehr ohne weiteres abbauen. Hier bin ich mit der Möglichkeit der Gebrauchtlizenz einfach flexibler, und das in beide Richtungen. Noch ist der Anteil der Gebrauchtsoftware am Gesamtmarkt verschwindend gering. Ich rechne allerdings damit, dass es mehr wird - auch durch Prozesse wie den von susensoftware. In anderen Bereichen ist Gebrauchtsoftware tägliche Praxis, so wird sich letztlich auch SAP an den Anforderungen des Marktes orientieren müssen.

07.05.2019

Verbraucherschutz in Deutschland

gewerblicher Verbraucher darf sich selber schützen

Der Verbraucherschutz in Deutschland ist einer der stärksten auf der Welt. Die Gewährleistungspflicht für gebrauchte Güter verpflichtet einen Softwarehändler dazu eine Gewährleistung auf die verkaufte Software zu bieten und dieser darf nicht zu Ungunsten des Verbrauchers darauf verzichten. Das Verursacherprinzip wird nach Meinung der Unternehmen ausgehebelt, weil Kosten nicht mehr dem Verursacher in Rechnung gestellt werden dürfen. Zum Beispiel ist es Banken untersagt Gebühren für Kontopfändungen oder Lastschrift-Rückgaben zu berechnen.

 

Die deutsche Wirtschaftsordnung sieht eine ausgleichende Gerechtigkeit durch Wettbewerb vor. Nur bei Monopolen und vergleichbaren Strukturen wird ein Wettbewerb behindert, wie zum Beispiel im Softwarebereich der Hersteller SAP mit seinen AGB zeigt. Hierin wird u.a. der Verkauf gebrauchter SAP-Lizenzen stark reglementiert. Alle Firmen die gebrauchte SAP-Software verkaufen stehen im direkten Wettbewerb zum Walldorfer Softwarekonzern. Im Business spielt der Verbraucherschutz keine große Rolle, weil die Softwarehersteller und Firmen aus anderen Branchen ihre AGB frei gestalten können. Nach dem AGB-Gesetz sollen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verhindern dass Firmen ihre Vertragspartner und dabei vor allem Privatverbraucher nicht einseitig durch Klauseln an sich binden.

 

Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dürfen Verbraucher gebrauchte Software erwerben. Die Softwarehersteller nutzen ihre Marktstellung aus, indem sie die Preise auf einem hohen Niveau halten und so für hohe Kosten bei gewerblichen Verbrauchern (wie Unternehmen) sorgen. Wir können vermuten, dass die Kosten auf die eigenen Produkte umgelegt werden und so letztlich auch bei privaten Verbrauchern ankommen.

Der private Verbraucher kann sich bei Problemen an eine Verbraucherschutzzentrale in seiner Nähe wenden und mit dem Verbraucherschützer versuchen eine Lösung zu finden. Ein gewerblicher Verbraucher hingegen muss - wie z.B. im Fall susensoftware gegen SAP – einen Rechtsanwalt einschalten, um sich ein unbeschränktes Recht zum Verkauf gebrauchter SAP-Lizenzen zu erkämpfen. Jedoch verursacht eine Klage hohe Kosten und behindert sicher viele Anwender und Händler ihr Recht gegen den Walldorfer Konzern vor Gericht einzuklagen.

Das Geschäftsmodell der SAP

Vor einigen Jahren sorgte die Klage des Softwarehändlers susensoftware gegen den Walldorfer Softwarekonzern SAP für Aufsehen. Das Geschäftsmodell der SAP basiert auf ihren AGB, welche den Weiterverkauf der Softwarelizenzen beschränkten und so den allgemeinen Wettbewerb behinderten.

Eigentlich sollte zum eigenen Schutz ein Wettbewerber kritische Passagen in den AGB bemängeln. In der Softwarebranche scheint es aber so, als übernehmen die Akteure lieber die "kreativen" Klauseln in die eigenen AGB, statt diese beim anderen anzugreifen. Der Endkunde darf am Ende die Zeche in Form hoher Lizenzpreise zahlen. Die enorme Marktstellung von SAP verhinderte vermutlich bisher den offenen Widerstand eines Wettbewerbers zu dem Thema. Erst der Gebrauchtsoftwarehändler susensoftware klagte erfolgreich gegen die rechtlich bedenklichen AGBs der SAP.

 

Ein echter Wettbewerb würde zu sinkenden Preisen führen. Wenn der Gesetzgeber nicht einschreitet, müssen die SAP-Anwender weiterhin hohe Lizenzgebühren zahlen und dies ist vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ein zentraler Kostenfaktor. Der Verkauf gebrauchter SAP-Lizenzen ist derzeit nur in engen Grenzen möglich und sollte zugunsten des Wettbewerbs freiheitlicher gestaltet werden.

Die Erfolgsaussichten sind eigentlich gut, weil die SAP-AGB laut unseren Rechtsanwälten in wesentlichen Teilen unwirksam sind und dadurch wird das monopolähnliche Geschäftsmodell rechtlich angreifbar. Trotzdem entscheidet sich der Markt derzeit gegen solche Veränderungen.

25.04.2019

Spiegel-Skandal: Form follows Function

Es kam, wie es kommen musste: Die Spiegel-Leser wurden betrogen, weil die Spiegel-Chefredaktion Aberwitziges von den Spiegel-Journalisten forderte. Da helfen nur Fake News, um zu überleben. Eine wahrhaftige Szene wie die SAP-Community hat hier bessere Spielregeln!

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/03/07/spiegel-skandal-form-follows-function/

23.04.2019

Indirekte SAP-Nutzung verursacht Zusatzkosten

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat aus seiner Preisliste die Bezeichnung  »indirekte Nutzung « klammheimlich entfernt und durch neue Bezeichnungen ersetzt, die mit einem Preis versehen wurden und eine potentielle Umsatzquelle erschließen sollen. Die Streichung dieses Passus hat für so genannte Non-SAP-Nutzer wie Onlineshop-Betreiber oder CRM-Anwender ungeahnte finanzielle Folgen. Sie müssen Lizenzkosten für die indirekte Nutzung von SAP-Software bezahlen. Die Lizenzkosten werden berechnet, sobald über eine Dialogschnittstelle zum Beispiel eine Datenbank abgerufen wird, die mit einer SAP-Anwendung funktioniert. Nach Ansicht der Walldorfer handelt es sich hierbei um eine indirekte SAP-Nutzung, wodurch die Berechnung von Lizenzgebühren gerechtfertigt sei.

 

In jährlichen Audits überprüft SAP diese spezielle Form der Nutzung und erzielt damit jährlich Millioneneinnahmen, ohne dass signifikante Mehrkosten für den Softwarehersteller entstehen. Auf der Gegenseite sind Unternehmen mit zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe konfrontiert, die sie nur zum Teil etwa durch Preiserhöhungen kompensieren können.

 

Wer erfindet so etwas, warum, wo macht es Sinn, wo nicht?

Die indirekte Nutzung ist eine Bezeichnung, die beschreibt, dass jemand ein Programm, Raum, Fahrzeug oder Gegenstand mitbenutzt und dafür eventuell Gebühren zahlen muss. Im Bereich Software bedeutet die indirekte Nutzung ein Zugriff auf Anwendungen von Softwareherstellern wie SAP oder Microsoft über eine Schnittstelle. Beim Hersteller entstehen durch diese Nutzungsform keine zusätzlichen Kosten in merklicher Höhe.

 

Sein Vorgehen begründet SAP den Angaben (Stand 2003) von Alexa Bona (Research Director bei Gartner) zufolge damit, dass so manche Firma eigene Schnittstellen für die Anbindung von Drittsoftware an SAP-Systemen selbst programmiert, damit Lizenzkosten eingespart werden. Für jeden direkten und indirekten Zugriff sei eine Lizenz erforderlich.

 

Es sei bei der indirekten Nutzung unerheblich über welchen Weg oder mit welcher Technik der Zugriff auf SAP-Systeme stattfindet, begründete SAP im Mai 2003 seine Geschäftspolitik gegenüber Firmen, die SAP-Software offenbar unwissentlich mitnutzen. (http://www.computerwoche.de/a/lizenzmodelle-versagen-bei-indirektem-zugriff,1057505)

 

Für Hersteller wie SAP bedeutet die indirekte Nutzung die Eröffnung einer neuen Einnahmequelle auf Kosten von Betreibern von Onlineshops, CRM-Systemen und weiterer Anwendungen, die unwissentlich Programme oder Module einer Softwarefirma indirekt nutzen.

 

Eine indirekte Nutzung ist dann sinnvoll, wenn beide Seiten profitieren und die eventuellen Zusatzkosten überschaubar bleiben oder sogar geteilt werden.

 

Die DSAG (Deutschsprachige SAP Anwendergruppe) arbeitet in einer Arbeitsgruppe an einer Lösung des Problems. Die Gruppe soll klären was unter den Begriff  »indirekte Nutzung « abgedeckt werden kann und eine klare Definition gefunden werden, welche Arten dieser Nutzungsform sich auf welche Weise abrechnen lassen. Das Ziel ist ein Preismodell für indirekte Nutzung, um Nachforderungen von SAP gegenüber dem Vertrieb zu vermeiden.

 

In Zeiten sinkender Einnahmen im Softwareverkauf müssen Softwarehersteller neue Einnahmequellen erschließen und die Erhebung von Lizenzgebühren für die indirekte Nutzung ist ein Weg. Die indirekte Nutzung entwickelt sich für SAP, Microsoft und Co. zu einer lukrativen Einnahmequelle.

 

Beispiele einer indirekten Nutzung

So könnte zum Beispiel der Inhaber eines Restaurants einen Saal für große Veranstaltungen, der nur selten genutzt wird wöchentlich an einen Zumba Trainer vermieten oder statt der Miete an den Einnahmen prozentual beteiligt werden. Der Saal könnte zusätzlich für Zumba Fitness Partys genutzt werden und würde die Zeiten ausgleichen, in denen er nicht genutzt wird.

 

In diesem Fall profitieren beide Seiten. Der Zumba Trainer hat einen Raum für seine wöchentlichen Kurse und der Restaurantbesitzer erzielt Einnahmen in Zeiten, wo der Saal nicht für Veranstaltungen benötigt wird. Vor allem unter der Woche an Werktagen werden derartige Räume nur selten genutzt. Ein Saal ist für Fitnesskurse eigentlich nicht vorgesehen, jedoch erlaubt er auf Grund seiner Größe die indirekte Nutzung als Kursraum, wenn eine Klimaanlage verfügbar sein sollte.

 

Der Vermieter oder Eigentümer der Immobilie könnte sich allerdings gegen die Nutzung des Saals als Kursraum aussprechen oder dafür eine höhere Miete verlangen. Zur Vermeidung einer solchen Situation müsste der Restaurantbesitzer entsprechend vorsorgen, indem der dem Trainer eine Musikanlage zur Verfügung stellt oder seinen Vermieter/Pächter prozentual an den Gesamteinnahmen der Saalvermietung beteiligt. Vor der indirekten Nutzung als Kursraum müsste der Restaurantbesitzer alle Einzelheiten mit seinem Vermieter klären und vertraglich vereinbaren.

 

Das Auto eignet sich sehr gut für eine indirekte Nutzung. Zum Beispiel stellt ein Unternehmen seinen Mitarbeitern einen Firmenwagen auch für die Privatnutzung zur Verfügung und berechnet dafür eine geringe monatliche Nutzungsgebühr. Die Privatfahrten müssten unter Umständen zur Vermeidung einer übermäßigen Privatnutzung in einem Fahrtenbuch protokolliert werden.

 

Fazit

Die indirekte Nutzung spielt für SAP, Microsoft und andere Softwarekonzerne eine immer wichtigere Rolle, vor allem was den Ausgleich rückläufiger Umsätze im Softwareverkauf betrifft. Die Kunden sind die Leidtragenden dieser unlauteren Geschäftspolitik, weil sie genau protokollieren müssen welcher ihrer Kunden etwa auf eine SAP-basierte Datenbank zugegriffen hat. Die Erstellung der Protokolle bindet unter Umständen personelle Ressourcen und kostet sinnlos Arbeitszeit. Zugleich bedeutet diese Geschäftspolitik eine Einmischung in das Verhältnis zwischen dem Anwenderunternehmen und Kunden, weil das Unternehmen eventuell seine Kundendaten zur Berechnung der Lizenzgebühren an SAP weiterleiten muss. Dies verstößt gegen den Datenschutz.

 

Bei einer Fortführung der Berechnung von Lizenzkosten für die indirekte Nutzung könnten die Hersteller langfristig ihre Kunden verlieren und hätte spürbare wirtschaftliche Folgen. Die Entwicklung spezieller Preismodelle welche die indirekte Nutzung berücksichtigen wäre für beide Seiten vorteilhaft. Ein Verzicht auf Lizenzgebühren für diese Nutzungsform wäre jedoch am fairsten, weil dem Hersteller keine oder nur geringe Mehrkosten entstehen.

18.04.2019

Innovation & Wirklichkeit

Einst wollte Professor Hasso Plattner seine Hana-Datenbank als disruptive Innovation verkaufen. Professor Clayton M. Christensen versuchte ihn davon abzubringen.

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/02/28/innovation-wirklichkeit/

weitere Informationen

weiterführende Links


© Copyright 2019 by susensoftware GmbH - Axel Susen, Herzogenrath. Alle geäußerten Meinungen, Firmen- und Produktangaben gehen auf die jeweiligen Unternehmen und Autoren der Beiträge zurück und entsprechen nicht notwendigerweise denen der susensoftware GmbH. Das Copyright der Texte liegt bei dem jeweiligen Referenten. Die Nennung von Marken, geschäftlichen Bezeichnungen oder Namen erfolgt in diesem Werk ohne Erwähnung etwa bestehender Marken, Gebrauchsmuster, Patente oder sonstiger gewerblicher Schutzrechte. Das Fehlen eines solchen Hinweises begründet also nicht die Annahme, eine nicht gekennzeichnete Ware oder Dienstleistung sei frei benutzbar. SAP, R/3, SAP ERP 6.0 und weitere im Text erwähnte SAP-Produkte und Dienstleistungen sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene Marken der SAP AG in Deutschland. Die susensoftware GmbH wird nicht durch SAP AG, eine SAP Landesgesellschaft oder ein SAP-Systemhauspartner gesponsert oder unterstützt und agiert unabhängig von solchen Unternehmen. Mit ihnen bestehen auch keine geschäftlichen Verbindungen.

Seite teilen:


Seite mobil teilen:
Weitere Informationen zu folgenden Themen finden Sie in unserem Blog:
checkliste software lizenzen inventarisierung, verkauf softwarelizenzen, stille software, übertragung von software, was ist stiler software, übertragung von lizenzen, softwarelizenzen uebertragen, lizenz händler, softwarelizenz oem, finde soffware lizenz, einkauf lizenzen, gebrauchte oem version, softwarelizenzen in kategorien, grosse softwarehersteller, it recht software wartung copyright, wert von softwarelizenzen, gebrauchte softwarelizenz, softwarelizenzen ankaufen, verkauf lizenz software, gebrauchte software verkaufen, gebrauchte lizenz kaufen formulierungen, wert einer lizenz, softwarelizenz übertragen erschöpfungsgrundsatz, übertragung softwarelizenz, restwert softwarelizenz, kaufvertrag software lizenz mustervertrag, gebrauchte software usa san francisco, softwarelizenzen gebrauchter software lohnt sich,