An- & Verkauf von stiller Software

Hilft Ihnen mehr Liquidität und Cash-Flow?

gebrauchte Lizenzen von Microsoft und SAP


stille Software von Microsoft oder SAP

Was ist stille Software?


Unter "stiller Software" versteht man Softwareprodukte bzw. Lizenzen, die mindestens einmal an einen Anwender verkauft worden sind, in der Bilanz bereits abgeschrieben sind und nicht mehr aktiv eingesetzt werden. Die Software stammt aus Unternehmen, die vorwiegend aufgrund von Fusionen, Systemumstellungen oder Insolvenzen ihren Bestand verkaufen möchten, meist SAP ERP und Microsoft Office Lizenzpakete. Dies kann z.B. eine Firma sein, die aufgrund von Umstrukturierungen zu viel Software erworben hat und diese nun verkaufen möchte.

Sollten Sie sich für den Kauf gebrauchter Software interessieren, oder in Ihrem Unternehmen ungenutzte Software überschüssig haben, dem Kauf/Verkauf aber noch skeptisch gegenüber stehen, können Sie sich unter der Telefonnummer: +49 (0)2406 98 96 290 umfangreich über die Kauf- und Verkaufsabwicklungen informieren.

Der Geschäftsführer Axel Susen und sein Team werden Antworten für Sie finden.
susensoftware GmbH >>

Aktuelles zu stiller Software

gebrauchte Software von Microsoft und SAP


17.07.2019

Das Geschäftsmodell der SAP (6/6)

Das Geschäft mit der Wartung

Herzogenrath, 30. Januar   2018. – Ein Unternehmen, das sich für die künftige Nutzung von SAP Software entscheidet, muss nicht nur   für die Lizenzen tief in die Tasche greifen, sondern zahlt ca 20% des Kaufpreises für Softwarepflege. Es wird mit dem Kaufvertrag regelmäßig ein Wartungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit abgeschlossen. Erst später erkennt der Anwender, wie ergänzende Regeln in den SAP AGB das Wartungsgeschäft absichern.

 

Das Gesetz denkt richtig

Die Sache mit der Gewährleistung an sich ist eigentlich klar. Der Endkunde - sofern er ein Privatmann ist - hat im Bezug auf die Gewährleistung einige Rechte, die er innerhalb der gesetzlichen Frist geltend machen kann. In der Regel handelt es sich hier um einen Zeitraum von 24 Monaten, in denen Nacherfüllung, Reparatur oder auch die Lieferung eines neuen Gerätes möglich sind, sofern das Produkt Schäden aufweist. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Verbraucherschutz eine feine Sache, doch wie kommt es, dass plötzlich im 25. Monat Schräubchen locker werden und Kondensatoren durchbrennen? Die Hersteller haben es sich letztlich zum Ziel gesetzt, den Verbraucher nach Ablauf der Gewährleistungsfrist zum Kauf eines neuen Produktes zu zwingen und das funktioniert überraschend gut, denn eine Handhabe gegen dieses offensichtlich berechnende Verhalten gibt es bislang nicht.

 

Auch im B2B gibt es eine Gewährleistung

Im Bereich des Business to Business Kontakts ist die Gewährleistung nicht so breit aufgestellt, wie zwischen Unternehmen und Endkunden. Dennoch - und das ist das entscheidende Zünglein an der Waage - GIBT es die Gewährleistung auch im B2B Bereich, was ein Unternehmen automatisch ebenfalls zu Ansprüchen berechtigen kann. Dass die Gewährleistung im B2B Sektor so einfach abzuwandeln und, so wie bei SAP, zu einem teuren Geschäft zu machen ist, ist besonders für den Endkunden eine missliche Lage. Auf wen sonst sollen die Kunden der Großkonzerne denn ihre Mehrkosten umlegen, als letztlich über die Produktpreise? Der Endverbraucher zahlt hier seinen Anteil, ohne dass er auch nur im geringsten Maße profitiert.

 

Was bietet die Gewährleistung?

Hierbei handelt es sich im eigentlichen Sinne ja um das Recht des Käufers, einen Mangel am gekauften Produkt kostenfrei beheben lassen zu können, sofern die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Viele nutzen hierfür auch den Begriff Garantie, doch verwechselt werden sollten Garantie und Gewährleistung nicht miteinander. Letztlich steht dem Kunden ein funktionsfähiger Artikel zu, den er sich im Falle eines Defektes nicht immer sofort vollumfänglich ersetzen lassen kann. Auch die Unternehmen haben hier das Recht, zunächst eine Reparatur anzustreben, bevor der Ersatz eines Geräts fällig wird. In gewisser Weise übernimmt SAP die Grundsätze der Gewährleistung in seine AGB und macht daraus ein selbst gebasteltes Gesetz, das richtig Geld kostet.

 

Was ist nun die Wartung?

Während die Gewährleistung sich besonders um die schadhaften Produkte kümmert, bei denen oft eine einmalige Reparatur ausreicht, dreht es sich bei der Wartung um eine eher dauerhaft angelegte Aufgabe, die den funktionellen Standard des Produktes aufrechterhält. Ob dies nun durch Updates oder regelmäßige Besuche und Kontrollen geschieht, bleibt zunächst egal. Kunden denken heute beim Thema Wartung vor allem an die Weiterentwicklung von Software und an die Angleichung, wenn sich gesetzliche Veränderungen ergeben haben. Während diese beiden Faktoren gemeinsam 50 Prozent der Kundenerwartungen zeigen, werden die anderen 50 Prozent als Hilfeversprechen des Herstellers gesehen und bestehen auch in der akuten Hilfe bei Problemen.

 

Wie wichtig ist Wartung?

Die Kunden und SAP selbst sind auf die Wartung angewiesen, weil nur so ein reibungsloser fehlerfreier Betrieb der Software garantiert werden kann. Bei kleinen und großen Problemen steht der Support dem Kunden sofort zur Verfügung und bietet entsprechende Problemlösungen an. Bei einem Verzicht auf eine Wartung könnten in kürzester Zeit bereits Probleme auftauchen, die der einzelne Anwender auf Grund unzureichenden Know-Hows über den Aufbau der SAP-Software nicht selbst lösen kann und daher auf die Experten des Walldorfer Softwareherstellers angewiesen ist.

 

Nun kommt SAP ins Spiel

Die Gewährleistung im klassischen Sinne ist bei SAP nicht im Ansatz zu finden, denn Probleme mit der Software werden durch die Wartungsverträge abgedeckt. Ob ein Wartungsvertrag abgeschlossen werden soll, oder besser nicht, ist nicht Entscheidung des Kunden, denn der Zwang ist in den AGB des Großkonzerns verankert. SAP argumentiert mit der "Andersartigkeit" der Situation, die durch eine ständige Nutzung von Software entsteht. Es könne kein richtiger Zeitpunkt gefunden werden, an dem eine Gewährleistungsfrist beginnt oder endet und ohnehin ist die Masse an Nutzern viel zu groß. Dass diese Argumentation ein wenig aus der Luft gegriffen ist, versteht sich von selbst. Natürlich gäbe es durchaus die Möglichkeit, eine Gewährleistung zu ermöglichen, doch daran denkt das profitorientierte Unternehmen nicht. Auch ist ein Kundenverschulden, wie zum Beispiel falsches Customizing, grundsätzlich niemals ausgeschlossen, was SAP in die Hände spielt. Selbst Ausfälle, die aber eigenhändig von SAP durch falsche Beratung oder fehlerhafte Support Stacks verursacht wurden, zahlt der Kunde mit. Ob er nun die Schuld trägt, ist hierbei ganz egal.

 

Einseitigkeit inbegriffen

Dass die Regelung rund um den Wartungsvertrag in den AGB von SAP nicht einem gleichgestellten oder gar fairen Miteinander dienlich ist, ist schnell deutlich. Es ist letztlich so, dass der SAP Kunde die Ausrüstung weiterer Standorte mit SAP Software planen könnte und hierbei auf die Hilfe des Unternehmens angewiesen ist. Auch könnte er neue Module einsetzen, was ebenfalls Berater auf den Plan rufen würde. Zusätzlich kann die Nutzung neuer Betriebssysteme Veränderungen ergeben, die die SAP Software nicht ohne tatkräftigen Support bewältigen kann. So ist es ein Fakt, dass selbst ein treuer Kunde mit SAP Software und den verbundenen Wartungskosten mit Mehrkosten rechnen muss, auch wenn er nicht zu der Kundengruppe gehört, bei der sich gerade ein erhöhter Supportbedarf ergibt.

 

Eine verzwickte Situation

Für SAP ist die Sache klar: Das Warten und Reparieren der Kundensoftware kostet Geld und dieses wird durch die Wartungsverträge reingeholt. Gewährleistung? Fehlanzeige, immerhin geht es um einen umfangreichen Service, für den der Kunde eigentlich sogar dankbar zu sein hätte. Die Frage, ob solche Kosten bei allen Kunden gleichermaßen auftreten, wird nicht beachtet. Die Kundschaft wird gleichgestellt und mittels eines großen Bruchstrichs in einen allgemein gültigen Durchschnitt gebracht. Dieser Faktor ist kompromisslos zu tragen. Der Kunde fühlt sich besonders in diesem Bereich sehr ungerecht behandelt, denn er hat oft das Gefühl, Eintritt für eine Vorstellung zu zahlen, bei der die Bühne leer bleibt. Sich Support von anderer Stelle zu holen, bleibt ein Traum, denn zusätzlichen zu den Wartungsgebühren zahlt kein Unternehmen noch mehr Geld für IT Support. Auch das Kartellamt ist über diesen Umstand informiert, kann sich jedoch trotz der ungerechten Lage nicht gegen SAP durchsetzen. Der gewerbliche Verbraucher ist in diesem Fall ein leider schlecht geschützter Teil der Wirtschaft, an dem dennoch Vieles hängt.

 

Eine Lösung in Sicht?

Nur schwer fällt es zuzugeben, dass ein großer Monopolist, wie SAP einer ist, kaum Schwierigkeiten hat, sich auch in der Welt der Wirtschaft recht frei zu bewegen. Ein wirklicher Schutz für die SAP Anwender selbst besteht nicht. Lediglich die DSAG hilft dabei, zwischen Anwender und Anbieter zu vermitteln und Interessen zu vertreten, doch auch hier kommt wenig Hilfreiches heraus. Selbst eine weitere Preiserhöhung ab Juli 2013 für den SAP Standard Support wird geduldet und durch gewunken. Im Prinzip wäre es nur sinnvoll, die Rechtmäßigkeit der fehlenden Gewährleistung zu prüfen, um den SAP Anwendern eine faire Grundlage bieten zu können. Dass die Kundschaft in wirtschaftlich modernen Zeiten noch unter einen solchen Zwang gesetzt werden kann, darf nach Meinung von Axel Susen, Geschäftsführer von susensoftware, nicht so bleiben.

 

Susensoftware bietet Drittwartung

Das Unternehmen von Axel Susen bietet in Kooperation mit anderen Dienstleistern eine Drittwartung für SAP-Software an. Die Kosten sind gegenüber einem klassischen SAP-Wartungsvertrag geringer und bieten dem Kunden eine Investitionssicherheit. Genau wie SAP bieten sie nahezu die gleichen Serviceleistungen zur Wartung ihrer im Einsatz befindlichen SAP-Software. Die Vorteile der Drittwartung sind auf der einen Seite die geringeren Kosten und auf der anderen Seite eine höhere Flexibilität. Die Laufzeit eines Wartungsvertrags wird individuell auf den Bedarf ihrer Firma abgestimmt und bedeutet eine volle Kostenkontrolle in der Software-Wartung.

03.07.2019

Dürfen gebrauchte SAP Softwarelizenzen für betriebs-externe Schulungen verwendet werden?

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP ist bereits mehr als einmal wegen seiner Geschäftspraktiken in die brancheninternen Schlagzeilen geraten.
Zuletzt erstritt Susensoftware im Oktober 2013 vor dem Hamburger Landgericht die Streichung einiger Passagen aus den AGB des Software-Riesen, in denen es unter anderem um die   Notwendigkeit der schriftlichen Zustimmung der SAP beim Verkauf gebrauchter Softwarelizenzen ging.
Nun gibt es aus dem Lager des Herzogenrather Gebrauchtsoftwarehändlers Susensoftware einen weiteren Kritikpunkt an den SAP AGBs.
Dabei geht es um die Nutzung gebrauchter SAP Softwarelizenzen zu betriebs-externen Schulungszwecken.
In  § 5 seiner AGB regelt SAP, dass der Käufer die Software nur für seine internen Geschäftsvorgänge verwenden darf und hierfür nur von eigenen Mitarbeitern oder für das Unternehmen tätigen Freelancern nutzen lassen darf. Weiterhin ist das Betreiben der Software auf Datenverarbeitungsgeräten, die nicht in den Geschäftsräumen des Käufers stehen, nur mit einer schriftlichen Sondergenehmigung der SAP erlaubt. Explizite Erwähnung findet außerdem der Fakt, dass es dem Käufer untersagt ist, die Software zur "…Schulung von Personen, die nicht Mitarbeiter des Auftraggebers oder seiner Konzernunternehmen sind…" einzusetzen.
Stattdessen stellt SAP für Schulungszwecke von beipielsweise Arbeitslosen oder Umschülern eine eigens für diese Zwecke gedachte, weitaus teurere Softwareversion zur Verfügung.
Hier nimmt SAP   durch seine AGBs deutlich Einfluss auf den Schulungsmarkt, indem die Walldorfer ihren Lizenznehmern die Verwendung der Software zu Schulungszwecken untersagen.
Doch wie sieht es für den Käufer von Gebrauchtlizenzen von Susensoftware aus? Darf er die Software zu Schulungszwecken einsetzen? Und an wessen AGB ist er gebunden, an die der SAP oder die von Susensoftware?
Da die Käufer gebrauchter Softwarelizenzen nicht mehr im vollen Umfang an die AGB der SAP gebunden sind, steht Susensoftware auf dem Standpunkt, dass Schulungen mit gebrauchten SAP Lizenzen zulässig sind. Beim Kauf von   gebrauchten Softwarelizenzen erhält der Käufer die AGB von Susensoftware, die für ihn als Käufer gültig sind.
In den AGB von Susensoftware ist der Einsatz der Software zu Schulungszwecken anders als in den AGB der SAP nicht verboten.
Einem Einsatz für eine betriebs-externe Schulung dürfte daher rechtlich nichts im Wege stehen.

Ergänzung
Kauf und Nutzung gebrauchter Software und anderer Produkte im Vergleich mit Beispielen
Gebrauchte Software wie SAP ist nicht mit einem Verschleiß verbunden und praktisch unbegrenzt nutzbar.   Bei Microsoft Softwareprodukten können Anwender ebenfalls Gebrauchtsoftware erwerben, wobei sie hier besonders zwischen Volumenlizenzen und Boxprodukten oder OEM-Produkten unterscheiden müssen. Manchmal sollten Sie darauf achten, dass die Lizenz zusammen mit einem Installationsmedium und Schlüsselcode geliefert wird, in einigen Fällen ist die Umverpackung auch erforderlich. Zum Beispiel beinhaltet manche gebrauchte Windows 7 Lizenz eine Setup-DVD, Schlüssel, Handbuch und Aufkleber. Microsoft selbst geht gegen Raubkopierer mit z.B. selbstgebrannten DVDs vor. Käufer von gebrauchten Volumenlizenzen brauchen keine rechtliche Konsequenzen beim Erwerb einer Office 2016 ProPlus Lizenz fürchten, wenn die u.g. Regeln eingehalten werden.

Nach der EuGH Entscheidung hatte der BGH Grundsätze aufgestellt, wie auch susensoftware gebrauchte Software legal veräußern kann:

  • Die Software muss ursprünglich mit Zustimmung des Rechteinhabers im Gebiet der EU oder einem anderen Vertragsstaat des EWR im Wege der Veräußerung in den Verkehr gebracht worden sein (per Datenträger oder per Download).
  • Die Lizenz für die Software muss als Gegenleistung für die Zahlung eines Entgeltes erteilt worden sein, dass es dem Rechteinhaber ermöglichen soll, eine Vergütung zu erzielen, die dem wirtschaftlichen Wert der Kopie der Software entspricht (ausreichend ist, dass der Rechteinhaber die Möglichkeit hatte, eine solche angemessene Lizenzgebühr zu erzielen).
  • Der Rechteinhaber hat dem Ersterwerber das Recht eingeräumt, die Software dauerhaft (unbefristet) zu nutzen; nicht ausreichend ist die Vermietung oder zeitliche Befristung des Nutzungsrechts.
  • Verbesserungen und Aktualisierungen, die das vom Nacherwerber heruntergeladene Computerprogramm gegenüber dem vom Ersterwerber heruntergeladene Computerprogramm aufweist, müssen durch den Rechteinhaber gestattet worden sein (etwa durch Lizenzbedingungen und/oder Wartungsvertrag).
  • Der ursprüngliche Lizenznehmer muss seine Kopien unbrauchbar gemacht haben.

 

Im Bereich KFZ ist der Kauf eines Gebrauchtwagens keinen strengen Verboten der Hersteller unterworfen, weil der Gebrauchtwagenmarkt ein freier Markt ist. Der Käufer und Verkäufer eines Gebrauchtwagens vereinbaren einen Preis und einen Kaufvertrag. Nach einer Probefahrt, Check der Fahrzeugpapiere und der Unterschrift unter dem Kaufvertrag ist der Käufer der neue Eigentümer des Autos. Der Autohersteller selbst wie Volkswagen, BMW oder Daimler spielt keine Rolle beim Verkauf bzw. Kauf eines Gebrauchtwagens.

Beim Kauf gebrauchter Möbel besteht ebenso wie im Gebrauchtwagenhandel kein Mitspracherecht des Möbelherstellers oder Einrichtungshauses. Der Käufer und Verkäufer schließen einen Kaufvertrag auf deren Basis zum Beispiel ein gebrauchter Wohnzimmerschrank verkauft wird. Der Möbelhersteller schaltet sich nicht dazwischen und erlässt keine Verbote oder strenge Vorschriften wer gebrauchte Möbel kaufen darf und wer nicht. Zwischen beiden Parteien besteht Vertragsfreiheit ohne äußere Einmischung des Möbelherstellers.

Bücher sind urheberrechtgeschützte Werke und werden regelmäßig ohne die Einschaltung der Autoren oder der Verlage verkauft. Der Käufer kann ein gebrauchtes Buch in einem spezialisierten Secondhand-Geschäft oder Antiquariat, Kleinanzeigenmarkt, Trödelmarkt oder von Verwandten/Bekannten/Freunden erwerben. Die Modehersteller gehen in der Regel nur gegen Produktfälschungen und deren Händler vor, um die Käufer vor qualitativ minderwertiger Kleidung zu schützen.

Meistens ist der private Handel (auch BtoB) mit gebrauchten Produkten von staatlicher Seite erlaubt. Softwarehersteller suchen sicher diese Freiheit im Gebrauchtsoftwaremarkt durch unlautere AGB, Audits, strengen Regeln und neuen Cloude-Angeboten zu unterdrücken. Der Kauf und Verkauf gebrauchter Softwarelizenzen ist seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) erlaubt.

27.06.2019

Werksumhängung beim Buchungskreismerge

Werksumhängung beim BuchungskreismergeIm Duisburger Stahlwerk ArcelorMittal galt es, zwei selbstständig bilanzierende Einheiten zu einer einzigen auf demselben SAP-System zu vereinen. Dazu wurde ein Buchungskreis aufgelöst und vollständig in den verbleibenden integriert.

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/06/04/werksumhaengung-beim-buchungskreismerge/

19.06.2019

Transformation zu S/4 und Hana: Wie bewerkstelligen?

Hurra! Die Richtung stimmt! Aber reicht die Zeit? Damit die Hana- und S/4-Reise nicht zu einer Odyssee wird, muss sich der SAP-Bestandskunde um professionelle Hilfe umschauen.

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/06/07/transformation-zu-s-4-und-hana-wie-bewerkstelligen/

13.06.2019

Firmenübernahme in 2014

Bundeskartellamt und die Firmenübernahmen

Der Walldorfer Softwarehersteller SAP steht vor der bisher größten Übernahme seiner Firmengeschichte, die Aktionäre des US-Softwarekonzerns Concur stimmten den Plänen auf der Hauptversammlung zu. Den Kauf des Unternehmens hatte SAP bereits Mitte September 2014 angekündigt und zahlt einen Preis von umgerechnet 6,5 Milliarden Euro. Der Wert von Concur wird auf rund 8,3 Milliarden US-Dollar taxiert. Der Softwareanbieter hat sich auf die Entwicklung von Programmen zur Reisekostenabwicklung spezialisiert. Rund 25.000 Kunden, 25 Millionen Nutzer und 4200 Mitarbeiter zählt der Konzern in 150 Ländern. Von den Fortune 100 Firmen setzen über 70 Prozent auf Concur-Software. Der Börsenwert von SAP beläuft sich auf rund 70 Milliarden Euro und ist damit etwa neun mal größer als Concur.

 

Bei Concur handelt es sich   um den weltweit führenden Anbieter für Lösungen & Dienstleistungen im Reise- und Reisekostenmanagement. Alle Beteiligten bestehend aus Kunden, Anbietern und Entwicklern werden über die offene Concur-Plattform miteinander vernetzt. Die Systeme des Hersteller sind auf die individuellen Mitarbeiteranforderungen einstellbar, lassen sich skalieren und eignen sich für kleine wie große Unternehmen. Die Übernahme von Concur konnte letzte Woche erfolgreich abgeschlossen werden. Die Aktionäre erhielten einen Barausgleich von 129 US-Dollar pro Aktie.

 

Einen Anteil von 40 bis 45 Millionen US-Dollar an den Erlösen des Cloud-Supports und Cloud-Abonnements soll der Zukauf im vierten Quartal bzw. Gesamtjahr 2014 beisteuern. Zum Betriebsergebnis soll Concur keinen nennenswerten Anteil beitragen. Das Cloudcomputing-Geschäft von SAP wird mit der Übernahme gestärkt und auf den Bereich Reisekostenmanagement ausgedehnt. Der Vorteil für den Walldorfer Softwareanbieter ist die dominante Stellung von Concur-Software bei den Fortune 100 Unternehmen, wovon SAP in Zukunft erheblich profitieren könnte, indem diesen Firmen die eigene Business-Software angeboten wird. Sein Cloudcomputing-Bereich hatte der Hersteller in den letzten Jahren durch zahlreiche Firmenkäufe vor allem auf dem US-Softwaremarkt stark ausgebaut. Der Jahresumsatz von SAP liegt bei 16,81 Milliarden Euro und die Bilanzsumme bei 26,83 Milliarden Euro. Der Zukauf von Concur ist eine teure Investition in die Zukunft, da sich der Schuldenstand um 7 Milliarden Euro erhöht und damit mehr als verdoppelt. Die Kreditwürdigkeit bewerten die Ratingagenturen Moody ´s und Standard & Poors trotz der Verdoppelung der Schulden mit gut. In nächster Zeit dürfte SAP aufgrund des engen finanziellen Spielraums keine weiteren Firmenkäufe planen.

 

In Deutschland streben Edeka und Tengelmann eine Fusion an, worauf das Bundeskartellamt mit einer einstweiligen Anordnung reagierte. Die beiden Unternehmen hatten schon begonnen sich auf den Zusammenschluss auszurichten, obwohl eine behördliche Genehmigung noch nicht erteilt wurde. Zum Beispiel hätten Verhandlungen über einen gemeinsamen Einkauf bereits stattgefunden und Anpassungen im Filialnetz seien ebenfalls Bestandteil der Gespräche gewesen. Ohne Zustimmung des Bundeskartellamts dürfe jedoch keine Filiale geschlossen und keine grundlegenden Dinge in den Strukturen der Firmen geändert werden.

 

Wenn dies doch der Fall sein sollte, dann müssen die zwei Einzelhandelsriesen mit einem Bußgeldverfahren rechnen. Die einstweilige Anordnung soll gewährleisten, dass zunächst alles so bleibt, wie es ist. Nach den Plänen von Edeka sollen 451 Filialen von Tengelmann und etwa 16.000 Mitarbeiter übernommen werden. Die Entscheidung über die Fusion möchten die Kartellwächter im Frühjahr 2015 mitteilen.

 

Der geplante Zusammenschluss zwischen Edeka und Tengelmann ist mit der Concur-Übernahme durch SAP vergleichbar. In beiden Fällen handelt es sich um Konzerne, die eine führende Marktstellung haben und Milliardenumsätze erwirtschaften. Der Jahresumsatz der Tengelmann-Gruppe beläuft sich auf 7,82 Milliarden Euro, davon erzielen die Supermärkte einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro.

 

Die Edeka-Gruppe erzielt einen Jahresumsatz von 46,2 Milliarden Euro und beschäftigt rund 328.000 Mitarbeiter. Der Wert der Fusion beider Unternehmen dürfte sich bezogen auf den Umsatz der Tengelmann-Supermärkte auf rund 2 Milliarden Euro belaufen.

 

Bundeskartellamt gegen Fusion

Das Bundeskartellamt hat den beiden Einzelhandelsriesen die Fusion untersagt. Als Konsequenz dieser Entscheidung haben Kaiser ´s Tengelmann und Edeka eine Ministererlaubnis beantragt. Wie Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub erklärt, würde der Zusammenschluss die rund 16.000 Arbeitsplätze bei Tengelmann umfassend sichern. Das Fusionsverbot hatte das Kartellamt Anfang April erteilt, weil nach Ansicht der Kartellwächter die Auswahl an Lebensmittelhändlern sinken werde, worauf resultierend dann erhebliche Nachteile für Kunden und Lieferanten entstehen könnten.

 

Die Entscheidung für oder gegen die Fusion liegt jetzt allein bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Sollte er das Verbot aufheben, dann wäre dies die neunte Bewilligung einer kritisch eingestuften Fusion. Von 21 Anträgen auf Ministererlaubnis in den letzten Jahren wurden nur acht bewilligt und dabei meist mit Auflagen versehen. In den nächsten vier Monaten wird Gabriel eine Entscheidung treffen, dabei wird er prüfen ob gesamtwirtschaftliche Vorteile schwerer wiegen als ein starkes Interesse der Allgemeinheit.

 

Die Monopolkommission steht ihm dabei beratend zur Seite. Zum Thema sollen auch die Landesbehörden und die zwei Unternehmen jeweils Stellung beziehen. Schon vorab hatte der Bundeswirtschaftsminister im Vorfeld der Entscheidung der Kartellwächter eine Ministererlaubnis praktisch abgelehnt und sich gegen eine Einmischung bei Tengelmann ausgesprochen.

 

Ein letzter Ausweg aus diesem komplexen Vorgang wäre ein Gerichtsverfahren. Die beiden Lebensmittelhändler könnten vor das Oberlandesgericht Düsseldorf gehen und dort eine Aufhebung der Entscheidungen sowohl des Kartellamts als auch von Bundeswirtschaftsminister Gabriel auf richterlichen Wege erwirken. Es könnte für Edeka und Tengelmann sehr teuer werden, wenn der Gerichtsstreit jahrelang dauern würde, weshalb in den Konzernzentralen bezüglich Einschaltung des OLG Düsseldorf genau gerechnet wird, ob sich der Aufwand lohnen könnte.

 

Im Mittelpunkt des Streits stehen die 451 Tengelmann-Filialen, die Edeka übernehmen könnte und dadurch den deutschen Lebensmittelmarkt dominieren würde. Nach einer Branchenanalyse sind Edeka, Aldi, Rewe und die Schwarz-Gruppe (Lidl & Kaufland) die marktbeherrschenden Konzerne. Dies sei laut Bundeskartellamt-Chef Andreas Mundt zufolge eine besorgniserregende Entwicklung. Es könnte zu einer Verschiebung der Marktverhältnisse kommen, auch wenn sich der Marktanteil von Tengelmann bei nur 0,6 Prozent liegt. Besonders in einigen Teilmärkten wie Berlin, Nordrhein-Westfalen und München droht eine dominierende Marktposition, wenn Tengelmann keine eigenständige Kette bleiben sollte. Die Lieferanten müssten sich auf einen Preisdruck einstellen, weil der neue Lebensmittelriese die Preise neu verhandeln könnte.

 

Die US-Kartellbehörden hatten gegen die Milliardenübernahme durch SAP keinen Einwand. Wenn man die "Edeka" Entscheidung des Bundeskartellamtes auf die SAP Übernahme übersetzen würde, hätten die Kartellwächter sicher gewisse Kompromisse als Gegenleistung verlangt und würden möglicherweise sogar in einer teilweisen Zerschlagung von SAP resultieren, falls die Marktmacht dann zu groß wäre.

weitere Informationen

weiterführende Links


© Copyright 2019 by susensoftware GmbH - Axel Susen, Herzogenrath. Alle geäußerten Meinungen, Firmen- und Produktangaben gehen auf die jeweiligen Unternehmen und Autoren der Beiträge zurück und entsprechen nicht notwendigerweise denen der susensoftware GmbH. Das Copyright der Texte liegt bei dem jeweiligen Referenten. Die Nennung von Marken, geschäftlichen Bezeichnungen oder Namen erfolgt in diesem Werk ohne Erwähnung etwa bestehender Marken, Gebrauchsmuster, Patente oder sonstiger gewerblicher Schutzrechte. Das Fehlen eines solchen Hinweises begründet also nicht die Annahme, eine nicht gekennzeichnete Ware oder Dienstleistung sei frei benutzbar. SAP, R/3, SAP ERP 6.0 und weitere im Text erwähnte SAP-Produkte und Dienstleistungen sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene Marken der SAP AG in Deutschland. Die susensoftware GmbH wird nicht durch SAP AG, eine SAP Landesgesellschaft oder ein SAP-Systemhauspartner gesponsert oder unterstützt und agiert unabhängig von solchen Unternehmen. Mit ihnen bestehen auch keine geschäftlichen Verbindungen.

Seite teilen:


Seite mobil teilen:
Weitere Informationen zu folgenden Themen finden Sie in unserem Blog:
verkauf software lizenzen, checkliste software lizenzen inventarisierung, verkauf softwarelizenzen, stille software, übertragung von software, was ist stiler software, übertragung von lizenzen, softwarelizenzen uebertragen, lizenz händler, softwarelizenz oem, finde soffware lizenz, einkauf lizenzen, gebrauchte oem version, softwarelizenzen in kategorien, grosse softwarehersteller, it recht software wartung copyright, wert von softwarelizenzen, gebrauchte softwarelizenz, softwarelizenzen ankaufen, verkauf lizenz software, gebrauchte software verkaufen, gebrauchte lizenz kaufen formulierungen, wert einer lizenz, softwarelizenz übertragen erschöpfungsgrundsatz, übertragung softwarelizenz, restwert softwarelizenz, kaufvertrag software lizenz mustervertrag, gebrauchte software usa san francisco,